Wissen

  • Dämmplatte

    Die meisten Materialien zum Dämmen von Gebäuden sind zu Platten verarbeitet. Ihre Dicken reichen von wenigen Zentimetern bis über 20 Zentimeter. Die standfesten Platten lassen sich leicht und dauerhaft an den Aussenwänden, Decken, Böden und Dächern anbringen.

  • Dampfbremse

    Eine Dampfbremse (auch Luftdichtigkeitsschicht) hindert feuchte Luft in Innenräumen daran, in die Aussenwand zu gelangen und dort zu kondensieren. Feuchteschäden und eine verminderte Wärmedämmung wären sonst die Folge. Eine Dampfbremse wird raumseitig angebracht und besteht meist aus einer Kunststofffolie. Die Dampfbremse ist nicht vollständig dicht, sie lässt Dampf teilweise durch.

  • Graue Energie

    Graue Energie ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes verbraucht wird. Dabei werden auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung berücksichtigt und der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse addiert.

  • Haustechnik

    Unter Haustechnik versteht man alle technischen Einrichtungen, die zum Betrieb eines Gebäudes notwendig sind. Die Haustechnik umfasst also unter anderem das Heizsystem, Beleuchtung und Elektrizität, die Wasserversorgung, die Belüftung und Küchen– und Haushaltsgeräte.

  • Minergie

    Minergie ist in der Schweiz der wichtigste Energiestandard für Niedrigenergiehäuser. Minergie ist eine gesetzlich geschützte Marke. Das Erfolgsgeheimnis des Standards liegt im einfachen, aber effizienten Konzept, das aus drei Punkten besteht:

    • Eine dichte Hülle, damit keine kalte Luft hereinzieht.
    • Eine dicke Wärmedämmung und gut isolierende Fenster, damit die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draussen bleibt.
    • Eine Komfortlüftung, die für Frischluft sorgt und Wärmeenergie zurückgewinnt.
  • Minergie-A

    Minergie-A ist eine präzis definierte Form des Null- oder Plusenergiehauses. Der Standard ist nur mit Nutzung von Sonnenenergie am Gebäudestandort erreichbar.

  • Minergie–Eco

    Minergie–Eco ist ein Zusatzzertifikat für Minergie–Bauten. Der Minergie–Eco–Standard stellt Anforderungen an die Umwelt– und Gesundheitsverträglichkeit der verwendeten Baumaterialien. Dies kommt nicht nur den Bewohnern eines Hauses zugute, sondern auch seinen Erbauern.

  • Minergie–P

    Das Minergie–P–Zertifikat setzt einen noch tieferen Energieverbrauch als der von Minergie–Gebäuden voraus. Das macht Minergie–P in der Schweiz zum Gebäudestandard auf dem Top–Level.

  • Mustervorschriften im Energiebereich (MuKEn)

    Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) sind ein von den Kantonen gemeinsam erarbeitetes Gesamtpaket energierechtlicher Vorschriften für Gebäude. Mit den MuKEn sollen die energierechtlichen Bestimmungen weitgehend harmonisiert werden. Die Kantone sind aber teilweise frei bei der Umsetzung der MuKEn.

  • Steinwolle

    Steinwolle ist ein besonders wirksamer, nichtbrennbarer Dämmstoff. Er ist vielseitig einsetzbar vom Keller bis zum Dach, im Neubau und bei der Modernisierung. Steinwolle ist wärme– und schalldämmend, brandbeständig und feuchtigkeitsresistent. Hergestellt wird Steinwolle aus flüssigem Gestein, das zu Steinwolle versponnen und gleichzeitig wasserabweisend imprägniert. Der laufend produzierte Steinwolleteppich wird dann zum gewünschten Endprodukt verarbeitet.

  • U–Wert

    Der U–Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Mass für den Wärmestromdurchgang durch ein Bauteil (zum Beispiel Aussenwand). Er gibt die Energiemenge in Watt an, die durch eine Fläche von 1 Quadratmeter fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen um 1 Kelvin bzw. 1° Celsius unterscheiden. Die Einheit des U–Werts ist demnach W/m² K bzw. W/m² °C.

  • Wärmebrücke

    Eine Wärmebrücke ist ein Bereich ein Bauteil eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird, als durch die anderen Bauteile. Im Bereich von Wärmebrücken sinkt bei kalten Aussentemperaturen die raumseitige Oberflächentemperatur stärker ab als in den besser gedämmten Bereichen.

  • Wirkungsgrad

    Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebener Leistung (Nutzen) zu zugeführter Leistung (Aufwand). Die dabei entstehende Differenz von zugeführter und abgegebener Leistung bezeichnet man als Verlust.